Nach einer wohl erträglichen Wartezeit ist hier das versprochene Essay zur vorangegangenen Präsentation…
Was passiert eigentlich hinter den Türen psychiatrischer Einrichtungen – und was bleibt, wenn sie sich wieder schließen? Wie geht es den PatientInnen nach der Behandlung? Wie sieht es aus mit der Wiedereingliederung? Welche Rechte haben Sie bei einer Fehldiagnose und Falschbehandlung?
Nach nur kurzer Recherche ist klar geworden: nach der Stigmatisierung einer psychischen Erkrankung haben es PatientInnen mehr als schwer, ins „normale“ Leben zurück zu finden. Die alte Clique hat sich in Luft aufgelöst. Erkrankte werden belächelt, nicht mehr für voll genommen, geschnitten, ausgeschlossen, arbeitslos, manchmal entmündigt.
Nicht immer zu Recht.
Dabei ist es oft die systemische Umgebung, oder eine Überforderung des Arbeitgebers, ein Todesfall, Existenzbedrohung… die zur Erkrankung führt, und liegt nicht allein in der Verantwortung des Individuums.
Nach Literatur von philosophischen Größen wie Mirinda Fricker, Iris Marion Young, und Katharine Jenkins sowie weiteren habe auch ich mir Gedanken gemacht, wie sich diese institutionalisierte Diskriminierung auswirkt und warum es schwierig bis fast unmöglich ist, sich dagegen zu wehren… Auch war bemerkbar, dass Frauen quantitativ oft überpresentiert sind; sicher eine Frage, die in Zukunft noch genauer betrachtet werden könnte.
Ein essay auf Englisch…
