Wie wir digitale Dynamiken verstehen und Resilienz stärken
Offline und Online Szenarien
Damagefunction – wer den Schaden hat


Damagefunction – with and without counterspeech
Demokratie-Destabilisierung
Diese Dynamiken verbleiben jedoch nicht auf der individuellen Ebene, sondern beschädigen als gesellschaftlicher Makro-Effekt das Fundament der Demokratie. Drei Kernmechanismen treiben diese Destabilisierung voran. Erstens isolieren epistemische Blasen und Echo-Kammern die Nutzer durch algorithmische Homophilie, sodass Andersdenkende zunehmend als Feinde statt als politische Gegner wahrgenommen werden. Zweitens treibt die affektive Polarisierung den Diskurs in die Extreme, da Algorithmen gezielt auf emotionale Trigger wie Wut und Angst setzen, um Klicks zu maximieren. Drittens führt der Verlust klassischer journalistischer Gatekeeper zu einer unkontrollierten Informations-Sintflut, bei der programmierte Bots und Akteure ungefiltert Millionen Menschen erreichen. Das Verständnis dieser Mechanismen bildet die Grundlage für die darauffolgende agentenbasierte Simulation, mit der algorithmische Lösungsansätze und Brücken-Links virtuell erprobt werden können.
Simulation mit netLogo
Um diese komplexen sozialen und mathematischen Effekte greifbar und messbar zu machen, simuliert ein agentenbasiertes Modell in netLogo das Verhalten der verschiedenen Akteure. Im simulierten Offline-Setup führt der physische und zufällige Kontakt mit andersdenkenden Nachbarn langfristig zu einem Mäßigungseffekt, da extreme Meinungen im direkten Austausch eher angeglichen

Rumor Mill mit netLogo
Technologierealismus und Resilienz
Das theoretische Fundament bildet die präzise Abgrenzung von Gerüchten zu Desinformationen und stellt verschiedene Netzwerkmorphologien visuell gegenüber.
Die Präsentation ist entstanden im Rahmen eines Seminars der Gegenwartsphilosophie von Prof. Dr. Markus Gabriel an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.




