Vielfalt macht klug: Was die Hirnforschung über Lernen verrät

Warum das Gehirn auf Vielfalt in der Bildung angewiesen ist: Ganzheitliches Lernen – weil das Gehirn Abwechslung liebt.
Die moderne Gehirnforschung zeigt: Kinder brauchen in jungen Jahren möglichst vielfältige Reize und Erfahrungen, um ihr volles neuronales Potenzial zu entfalten. Wer zu früh auf ein Fach oder Talent festgelegt wird, verschenkt wichtige Entwicklungsfenster. Ob Sprache, Musik oder Bewegung – das junge Gehirn ist auf eine breitgefächerte Stimulation angewiesen… und profitiert ein Leben lang.
Betrachten wir die Bildungsstruktur im Schulsystem erkennen wir sofort die Bereiche, die die Abiturientia „abdecken“ muss: das Mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Aufgabenfeld, das Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld und das Sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld.
Ob diese Einteilung immer noch vorteilhaft ist oder nicht auch andere Kombinationen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz und Digitalisierung sinnvoll wären lasse ich offen. Richtig, und wichtig ist dass wir einen multiplen Weg gewählt haben, unser Nervensystem zu stimulieren und unser Gehirn auf vielschichtige Art dahingehend beschäftigt und trainiert wird, Informationen zu filtern und zu verarbeiten.
Durch die vielfältige Vernetzung der Nervenzellen und die Entwicklung der Funktionen einzelner Hirnregionen können wir kognitive Fähigkeiten entwickeln und aufbauen, um besser Sprachen zu erlernen, ein Gedächtnis zu entwickeln und unsere Konzentration zu verbessern.
Im späteren Leben sind wir in der damit Lage, Emotionen zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen.
Auch hier ist die Betrachtung der Entwicklungen von Schnittstellen, die es ermöglichen, Gedanken direkt in Steuerungsbefehle für Maschinen umzuwandeln, ist ein immer näher rückender Meilenstein.
